Zweiter Gartentag: Gemeinsam anpacken für einen lebendigen Lernort
Über 100 Helferinnen und Helfer haben Rasen verlegt, ein Weidentipi gepflanzt und den Garten fit für die „GemüseAckerdemie“ gemacht.

Während andere am Samstag, 21. März, noch ausschliefen, zog es zahlreiche Kinder, Eltern, Unterstützerinnen und Unterstützer sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kindergarten und Schule früh auf das Gelände des Montessori Zentrums Pfaffenhofen. Der Anlass: der zweite Gartentag, organisiert vom Montessori-Förderverein Pfaffenhofen e. V. – und erneut ein voller Erfolg.
Schon im vergangenen Jahr war mit viel Engagement der Startschuss für die Neugestaltung des Montessori-Gartens gefallen. Nun wurde die Idee eines naturnahen Lern- und Begegnungsortes konsequent weitergeführt. Die Vorfreude war groß: Die Kinder konnten es kaum erwarten, auch am Wochenende in ihre Schule oder ihren Kindergarten zu kommen und selbst mit anzupacken.
Über 100 Helferinnen und Helfer schaufelten, bauten und pflanzten gemeinsam. Was dabei entstanden ist, kann sich sehen lassen:
rund 200 Quadratmeter neuer Rasen
ein Tipi aus lebenden Weiden
neue Sitzplätze: ein Gartentisch mit Bänken und eine Freundesbank – Orte zum Spielen, Ausruhen und Miteinander
Johannisbeer- und Himbeersträucher sowie ein Komposter
ein neu gestaltetes Blumenbeet vor der Bärenklasse
aufgemalte Hüpfkästchen für mehr Bewegung im Alltag
Daneben wurde intensiv an der allgemeinen Gartenpflege gearbeitet.
Bereit für die GemüseAckerdemie
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf einem neuen Bildungsprojekt: Ein Hochbeet wurde instand gesetzt, und es wurden wichtige Grundlagen geschaffen, damit die Einrichtung für das bundesweite Förderprogramm „GemüseAckerdemie“ gut gerüstet ist.
Die GemüseAckerdemie ist ein auf fünf Jahre angelegtes Bildungsprogramm, das Kinder praxisnah an Natur, Nachhaltigkeit und gesunde Ernährung heranführt. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften bauen die Schülerinnen und Schüler eigenes Gemüse an – vom Säen über die Pflege bis zur Ernte und Verarbeitung. So erleben sie unmittelbar, wie Lebensmittel entstehen, was ein gesunder Boden braucht und welchen Wert Nahrung hat. Der Garten wird damit zum grünen Klassenzimmer und zu einem festen Bestandteil ganzheitlichen Lernens.
Lernen mit Kopf, Herz und Hand
Dass ein Projekt dieser Größenordnung an einem einzigen Tag gelingt, ist vor allem dem großen Engagement der Montessori-Gemeinschaft zu verdanken. Organisiert vom Förderverein und ermöglicht durch Spenden, zeigt der Gartentag eindrucksvoll, was gemeinsames Handeln bewirken kann.
„Hier wird Lernen im Sinne der Montessori-Pädagogik ganz konkret erfahrbar“, sagt Kristin Zacher, Schulleitung und pädagogische Gesamtleitung des Montessori Zentrums Pfaffenhofen. „Die Kinder arbeiten selbstständig, mit Kopf, Herz und Hand – und erleben dabei unmittelbar, wie aus eigener Tätigkeit etwas entsteht. So entwickeln sie ein tiefes Verständnis für Natur, Lebensmittel und ihre eigene Verantwortung.“
Der Blick nach vorn ist klar: Der Garten soll weiter wachsen – als grüner Lernort, als Ort der Begegnung und als Raum, in dem Kinder Verantwortung übernehmen und Natur unmittelbar erfahren.